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    Heparin AL Gel 50000

    Abbildung ähnlich
    Heparin AL Gel 50000
    PZN 04668315 (100 g)




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    1 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

    Alle Preise verstehen sich inklusive MwSt. - Preisänderungen und Irrtum vorbehalten.

    Hersteller

    Hersteller:
    ALIUD PHARMA® GmbH
    Gottlieb-Daimler-Straße 19
    89150 Laichingen

    Telefon: 07333/96510
    Fax: 07333/9651-4000

    Artikelinformationen

    Fachinformation

    ALIUD PHARMA® GmbH
    Heparin AL

    1. Bezeichnung des Arzneimittels

    Heparin AL Gel 30.000
    (Gel zu 30.000 I.E. pro 100 g)
    Heparin AL Gel 50.000
    (Gel zu 50.000 I.E. pro 100 g)
    Heparin AL Salbe 30.000
    (Salbe zu 30.000 I.E. pro 100 g)
    Heparin AL Salbe 50.000
    (Salbe zu 50.000 I.E. pro 100 g)

    2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

    Heparin AL Gel 30.000
    100g Gel enthalten 0,15 g Heparin-Natrium (Mucosa vom Schwein), entspr. 30.000 I.E.
    Heparin AL Gel 50.000
    100g Gel enthalten 0,25 g Heparin-Natrium (Mucosa vom Schwein), entspr. 50.000 I.E.
    Heparin AL Salbe 30.000
    100g Salbe enthalten 0,15 g Heparin-Natrium (Mucosa vom Schwein), entspr. 30.000 I.E.
    Heparin AL Salbe 50.000
    100g Salbe enthalten 0,25 g Heparin-Natrium (Mucosa vom Schwein), entspr. 50.000 I.E.

    Sonstige Bestandteile:
    Heparin AL Salbe 30.000
    Heparin AL Salbe 50.000

    Enthält Cetylstearylalkohol, Propylenglykol, Sorbinsäure und Kaliumsorbat

    Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

    3. Darreichungsform

    Heparin AL Gel 30.000
    Heparin AL Gel 50.000

    Klares, farbloses Gel
    Heparin AL Salbe 30.000
    Heparin AL Salbe 50.000

    Weiße Salbe

    4. Klinische Angaben



    4.1 Anwendungsgebiete

    Zur unterstützenden Behandlung bei:
    • akuten Schwellungszuständen nach stumpfen Traumen.

    4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung


    Dosierung, Art der Anwendung
    2- bis 3-mal täglich auf das Erkrankungsgebiet auftragen.
    Dauer der Anwendung
    Die Dauer der Anwendung ist auf maximal 10 Tage zu begrenzen.

    4.3 Gegenanzeigen

    Heparin-Natriumhaltige Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei:
    • aktueller oder aus der Anamnese bekannter allergisch bedingter Thrombozytopenie (Typ II) durch Heparin
    • bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

    4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

    Heparin AL soll nicht auf offenen Wunden und/oder nässende Ekzeme aufgebracht werden.
    Bei topisch angewendetem Heparin ist eine Penetration von Heparin durch die gesunde Haut beschrieben, es muss daher bei Verdacht auf thromboembolische Komplikationen differenzialdiagnostisch an das Vorliegen einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie Typ II gedacht und die Thrombozytenzahl kontrolliert werden.
    Während der Behandlung mit Heparin sind Spritzen in den Muskel wegen der Gefahr von Blutergüssen (Hämatomen) zu vermeiden.
    Zusätzlich für
    Heparin AL Salbe 30.000
    Heparin AL Salbe 50.000
    Propylenglykol kann Hautreizungen hervorrufen.
    Sorbinsäure und Kaliumsorbat können örtlich begrenzte Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
    Cetylstearylalkohol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
    Zusätzlich für
    Heparin AL Gel 30.000
    Heparin AL Gel 50.000

    Heparin AL Gel soll aufgrund des Alkoholgehaltes nicht auf Schleimhäute, offene oder entzündete Hautstellen (z.B. Sonnenbrand) aufgetragen werden oder mit den Augen in Berührung kommen, da ein brennendes Gefühl entstehen kann.

    4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

    Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind bei topischer Anwendung nicht bekannt, können jedoch insbesondere bei längerer Anwendung nicht ausgeschlossen werden, da eine Penetration von Heparin durch die gesunde Haut beschrieben ist.
    Insbesondere bei Arzneimitteln, die in die Blutgerinnung eingreifen, wie
    • Thrombozytenaggregationshemmer (Acetylsalicylsäure, Ticlopidin, Clopidogrel, Dipyridamol in hohen Dosen)
    • Fibrinolytika, andere Antikoagulanzien (Cumarin-Derivate)
    • nicht-steroidale Antiphlogistika (Phenylbutazon, Indometacin, Sulfinpyrazon)
    • Glycoprotein-IIb/IIIa-Rezeptorantagonisten
    • Penicillin in hohen Dosen und
    • Dextrane,
    kann ein erhöhtes Blutungsrisiko nicht ausgeschlossen werden. Hämatome können gehäuft auftreten oder verstärkt werden.

    4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

    Heparin ist nicht plazentagängig und tritt nicht in die Muttermilch über. Es gibt bisher keine Berichte darüber, dass die topische Anwendung von Heparin in der Schwangerschaft zu Missbildungen führt. Über ein erhöhtes Risiko von Aborten und Todgeburten bei systemischer Gabe wird berichtet. Behandlungs- oder krankheitsbedingte Komplikationen bei Schwangeren sind nicht auszuschließen.

    4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

    Es liegen keine Daten zu Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen vor.

    4.8 Nebenwirkungen

    Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
    Sehr häufig (≥ 1/10)
    Häufig (≥ 1 /100 bis < 1 /10)
    Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)
    Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)
    Sehr selten (< 1/10.000)
    Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

    Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    Nicht bekannt: Ein Auftreten von Heparininduzierter, antikörpervermittelter Thrombozytopenie Typ II (HIT Typ II, Thrombozytenzahl < 100 000/μl oder einem schnellen Abfall der Thrombozytenzahl auf <50% des Ausgangswertes), mit arteriellen und venösen Thrombosen oder Embolien), ist bei topischer Heparinanwendung nicht berichtet worden. Da aber eine Penetration durch die gesunde Haut beschrieben wurde, kann dieses Risiko nicht ausgeschlossen werden. Erhöhte Aufmerksamkeit ist daher angezeigt, (siehe auch Abschnitt 4.4)
    Aus der Anwendung von parenteralem Heparin ist bekannt, dass bei Patienten ohne vorbestehende Überempfindlichkeit gegen Heparin der Abfall der Zahl der Blutplättchen in der Regel 6-14 Tage nach Behandlungsbeginn eintritt. Bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Heparin tritt dieser Abfall unter Umständen innerhalb von Stunden auf.
    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    Allergische Reaktionen auf Heparin bei perkutaner Anwendung sind sehr selten. Jedoch können in Einzelfällen allergische Reaktionen wie Rötung der Haut und Juckreiz auftreten, die nach Absetzen des Präparates in der Regel rasch verschwinden. Bei einer Patientin mit der Grunderkrankung Polycythaemia vera entwickelte sich nach topischer Anwendung eines Heparin-Gels ein makulopapulöses, hämorrhagisch imbibiertes Exanthem, das histologisch eine leukozytoklastische Vasculitis zeigte.

    Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
    Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
    Bundesinstitut für Arzneimittel und
    Medizinprodukte
    Abt. Pharmakovigilanz
    Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
    D-53175 Bonn
    Website: www.bfarm.de
    anzuzeigen.

    4.9 Überdosierung

    Bei bestimmungsgemäßer Anwendung ist keine Überdosierung bekannt.

    5. Pharmakologische Eigenschaften



    5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

    Pharmakotherapeutische Gruppe: Heparine oder Heparinoide zur topischen Anwendung
    ATC-Code: C05BA03
    Heparin bildet aufgrund seiner stark anionischen Ladung mit kationischen Eiweißkörpern einen Komplex. Dies gilt insbesondere für Antithrombin III (AT III), ein α2-Globulin, dessen Inhibitor-Reaktionsgeschwindigkeit dadurch um ein Vielfaches erhöht wird. Somit besitzt Heparin eine Katalysatorfunktion, indem es entsprechend der Affinität von AT III zu den einzelnen Enzymen in der Gerinnungskaskade die Serinproteasen hemmt.
    Damit werden nicht nur Thrombin (II a), sondern auch die aktivierten Faktoren XII a, IXa, Xa und Kallikrein inaktiviert. Diese Inaktivierung ist dosisabhängig.
    Weiterhin besitzt Heparin eine lipolysefördernde Wirkung, indem es den Clearing-Faktor aktiviert und die Freisetzung der Lipoproteinlipase aus Endothelzellen katalysiert, wodurch großmolekulare Chylomikronen im Plasma solubilisiert werden.
    Heparin ist an allergischen und anaphylaktischen Reaktionen beteiligt. In den Mastzellen besteht zwischen Histamin, Heparin und einem Cofaktor eine salzartige Bindung, aus der Heparin bei Degranulation der Mastzellen durch Histaminliberatoren freigesetzt wird. Weiterhin hemmt bzw. aktiviert Heparin als Makroanion eine Reihe von Fermentsystemen, z.B. die Hyaluronidase, Histaminase und Ribonukleasen.

    5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

    Parenteral verabreichtes Heparin wird rasch im Gefäßendothel und RES gespeichert bzw. aus dem Blut mit einer Halbwertszeit von 90-120 Minuten eliminiert. Die anfänglich schnelle Elimination von Heparin beruht vermutlich auf der raschen Bindung an Gefäßendothelzellen und Aufnahme in das RES. Parallel zum Verlauf der Plasmaspiegel erfolgt auch die Ausscheidung. Heparin wird z.T. unverändert bzw. als niedermolekulare Spaltprodukte durch Filtration und tubuläre Sekretion eliminiert. Das im Urin ausgeschiedene Uroheparin ist keine einheitliche Substanz, sondern besteht aus einem Gemisch von aktivem unverändertem Heparin und niedermolekularen Spaltprodukten mit einer u. U. noch geringen gerinnungsphysiologischen Aktivität.
    Heparin passiert nicht die Plazentaschranke.
    Oral verabreichtes Heparin wird kaum resorbiert.
    Eine Penetration von Heparin durch die gesunde Haut ist für Dosierungen ab 300 I.E./g dosisabhängig beschrieben. Nach Anwendung auf der Haut werden keine systemisch-therapeutisch wirksamen Konzentrationen erwartet.

    5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

    Die Toxizität von Heparin ist außerordentlich gering und hängt wesentlich vom Reinheitsgrad ab.
    Akute Toxizität
    Die Untersuchungen zur akuten Toxizität an verschiedenen Tierspezies haben keine besondere Empfindlichkeit (bei vorschriftsmäßiger Applikation) ergeben. Starke toxische Effekte traten nach i.m. Applikation in Form von nekrotisierenden Hämatomen auf.
    Chronische Toxizität
    In subchronischen und chronischen Untersuchungen nach i.v. und s.c. Applikationen traten bei verschiedenen Tierarten in Abhängigkeit von der Dosis innere Blutungen und Hämatome auf.
    Mutagenes und tumorerzeugendes Potenzial
    Untersuchungen zum tumorerzeugenden Potenzial wurden nicht durchgeführt. Aus In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen auf gentoxische Wirkungen haben sich keine Hinweise auf ein mutagenes Potenzial ergeben.
    Reproduktionstoxizität
    Heparin passiert die Plazenta nicht. Tierexperimentelle Untersuchungen haben keinen Hinweis auf fruchtschädigende Einflüsse ergeben.

    6. Pharmazeutische Angaben



    6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

    Heparin AL Gel 30.000
    Heparin AL Gel 50.000

    Poly(oxyethylen)-6-glycerolmono/dialkanoat (C8- C10), Levomenthol, Natriumedetat, Polyacrylsäure, Polysorbat 80, Propan-2-ol, Sorbitol, 2,2',2"-Nitrilotriethanol, Latschenkiefernöl, Kiefernnadelöl, gereinigtes Wasser.
    Heparin AL Salbe 30.000
    Heparin AL Salbe 50.000

    Cetylstearylalkohol, Citronensäure, Natriumedetat, Levomenthol, mittelkettige Triglyceride, Oleyloleat, Palmitoylascorbinsäure, Propylenglycol, Parfümöl Sport PH, α-Tocopherol, gereinigtes Wasser, Sorbinsäure und Kaliumsorbat als Konservierungsmittel.

    6.2 Inkompatibilitäten

    Nicht zutreffend.

    6.3 Dauer der Haltbarkeit

    Heparin AL Gel 30.000
    Heparin AL Gel 50.000

    3 Jahre.
    Nach Anbruch ist Heparin AL Gel 30.000/ 50.000 bei sachgerechter Aufbewahrung 6 Monate haltbar.
    Heparin AL Salbe 30.000
    Heparin AL Salbe 50.000

    5 Jahre.
    Nach Anbruch ist Heparin AL Salbe 30.000 bei sachgerechter Aufbewahrung 12 Monate haltbar.
    Nach Anbruch ist Heparin AL Salbe 50.000 bei sachgerechter Aufbewahrung 6 Monate haltbar.

    6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

    Für diese Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

    6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

    Heparin AL Gel
    Aluminiumtube mit Polyethylen-Schraubverschluss
    Originalpackung mit 40 g und 100g Gel
    Heparin AL Salbe
    Aluminiumtube mit Polyethylen-Schraubverschluss
    Originalpackung mit 40 g und 100g Salbe

    6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

    Keine besonderen Anforderungen.

    7. Inhaber der Zulassung

    ALIUD PHARMA® GmbH
    Gottlieb-Daimler-Str. 19
    D-89150 Laichingen
    Telefon: 07333 9651-0
    Telefax: 07333 9651-6004
    info@aliud.de

    8. Zulassungsnummern

    6081889.01.01.
    6081889.00.01
    6081889.01.00
    6081889.00.00

    9. Datum der Erteilung der Zulassung/ Verlängerung der Zulassung

    Heparin AL Gel 30.000/50.000
    21.03.1997/27.01.2014
    Heparin AL Salbe 30.000/50.000
    15.04.1997/27.01.2014

    10. Stand der Information

    Januar 2014

    11. Verkaufsabgrenzung

    Apothekenpflichtig

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